Frühjahr 2019

2019 konnte ich wieder im Frühjahr nach Nepal reisen und mit einigen Kollegen aus Deutschland am Workshop teilnehmen. Die Freude war groß, jedoch war der Höhepunkt die anschließende Reise und Wanderung zum Rara See - eine der schönsten Regionen Nepals im touristisch kaum erschlossenen Westen.

Der Workshop war erneut gut besucht und gab uns viele Möglichkeit zum Austausch, für neue Kontakte, zur Wissensvermittlung, zum gegenseitigen Verstehen und für Impulse und Ideen.

Es war auch schön zu sehen, dass sich dieser Frühjahrsworkshop mit der Zielgruppe Ärzte ohne oder mit geringer Erfahrung in Ultraschall und Endoskopie inzwischen gut etabliert hat. Die Kollegen besuchen den Kurs manchmal mehrmals, andere kommen wieder für Hospitationen und für den Fortgeschrittenen-Kurs im Herbst.

Der Höhepunkt der Reise war für mich dann der Besuch der Rara Region. Der auf 2990 m gelegene Rara See ist der größte See Nepals und sicher eine der schönsten Gegenden Nepals. Gelegen im wenig erschlossenen Westen ist die Anreise schwierig. Ich entschied mich für einen Flug über Nepalgunj. Es gibt eine abenteuerliche Landebahn am Berg, die nur für kleine Flugzeuge geeignet ist. Von dort aus wandert man über einen Bergrücken und kommt dann zum See, der in seinem tiefen Blau wirklich wie ein Stück Himmel aussieht.

Die umliegenden Berge können bestiegen werden, von hier öffnet sich ein phantastischer Blick auf den See und die umgebenden, schneebedeckten Berge. Die Dörfer auf dem Weg sind so ursprünglich, dass man manchmal denkt, man sei in einem historischen Film. Die Einfachheit und Härte des Lebens dieser Menschen ist etwas, von dem man in den großen Städten Nepals kaum etwas sieht, auch wenn es in den Städten schon für europäische Verhältnis ein bitter armes Land ist. In diesen Bergdörfern im Westen öffnet sich nochmals eine andere Dimension. Aber auch eine andere Dimension der Schönheit der Natur!